Weimar

Seit Anfang September wohne ich jetzt in Weimar. Ich studiere hier Medieninformatik und Nein, es ist nicht schlimm, wenn ihr mich das immer wieder fragt.

Weimar ist toll. Ein Zehntel der Menschen hier sind Studenten. Ich falle also auch garnicht auf. Was gibt es zu berichten, fragt ihr? Fragt ihr nicht? Oh. Na dann. Aber das ist ja mein Blog, ich schreib’s trotzdem.

Was ich mir vorher auch hätte denken können, ist, dass man viel zu tun hat. Viel Mathe. Ziemlich viel. Dazwischen wäscht man seine Wäsche und kocht Tee. Sehr viel. Tee ist überhaupt ganz wichtig. Für die Nachwelt und auch die davor und alle, die mir eventuell hoffentlich einmal Tee kaufen wollen, hier die Sorten, die ich zur Zeit gern trinke:

Auf der Wunschliste stehen Assamtee und Grüner. Aber es gibt sicher noch 1000 und eine weitere Sorten, die ich ganz bestimmt unbedingt probieren muss.

Zurück zum Thema. Eine richtig tolle WG hab ich gefunden. Mein Zimmer ist zwar sehr klein, aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Eigentlich stört mich das garnicht. Größer wäre schöner, ist ja klar. Die Wohnung ist zentral und im Grunde ist es Quatsch, von hier aus mit dem Fahrrad zu fahren. Da das sowieso in den Händen meines Bruders ist, laufe ich. Ich habe super tolle Mitbewohner. Es gibt hier keinen Putzplan oder Hausregeln. Wir sind schon groß.

Außerdem hab ich ne tolle Lerngruppe tolle Freunde, die mit mir Kram für die Uni erledigen. Wir machen auch andere Sachen. Tee trinken. Über Professoren, Kommilitonen und alle anderen lästern. Witzige YouTube-Videos rezitieren. Wir sind doch noch nicht groß. Aber das ist okay.

Jedenfalls fühle ich mich zum ersten Mal richtig ausgezogen. Das knappe Jahr in Bayreuth lass ich da jetzt einmal unter den Tisch fallen. Zwar hatte ich mit meiner Heimat nie ein Problem und mit meiner Familie schon gleich garnicht, aber es zieht mich auch nicht jedes zweite Wochenende heim. Vielleicht fahre ich zu Weihnachten mal nach Hause?

So ein Quatsch, natürlich fahre ich da nach Hause. Schließlich ist am 23. Dezember im Malzhaus „Das Leben des Brian“ auf der Leinwand. Ich freue mich riesig (melli, du weißt Bescheid)—wie jedes Jahr.